sobota, 2 czerwca 2018

Der Jüdische Friedhof an der Okopowa-Straße in Warschau


Der Jüdische Friedhof an der Okopowa-Straße im Warschauer Stadtviertel Powązki ist einer der größten jüdischen Friedhöfe in Europa. Auf dem 1806 angelegten Friedhof befinden sich über 200.000 Grabstätten mit Grabsteinen, außerdem Massengräber von ermordeten Bewohnern des Warschauer Ghettos aus der Zeit der deutschen Okkupation.

sobota, 25 lipca 2015

Warschauer Dom

Inneres der Kathedrale
Die Kathedrale in Warschau wurde in ihrer heutigen Form im 14. Jahrhundert erbaut, vorher befand sich hier eine Holzkapelle. Sie war zunächst eine Pfarrkirche, aber ihre Bedeutung wuchs zunehmend und gegen Ende des 16. Jahrhunderts war sie die wichtigste Kirche der Republik. Im 17. Jahrhundert wurde das gotische Gotteshaus im barocken Stil umgebaut. Damals war die Kirche eine der reichsten in Polen und innen dank des Mäzenats von Königen und Adeligen mit Kunstwerken üppig geschmückt.
Die Basilika war Zeuge vieler historischer Ereignisse, wie z.B. der Krönung von König Stanisław August Poniatowski im Jahre 1764. Hier fanden auch königliche Trauungen und Beerdigungen statt. Besonders bedeutungsvoll war die Tatsache, dass hier der Treueeid auf die erste Verfassung in Europa, die Verfassung vom 3. Mai 1791, geschworen wurde.
Während des Warschauer Aufstands im Jahre 1944 war die Kathedrale Schauplatz von Kämpfen und wurde nach dessen Zusammenbruch in die Luft gesprengt. Ihre Mauern wurden zu 90% zerstört. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kirche in ihrer ursprünglichen Gestalt wiederaufgebaut, einschließlich der früheren Dachhöhe und der gotischen Fassade. Geweiht wurde die nach dem Krieg wieder aufgebaute Kirche am 9. Juni 1960 von Kardinal Stefan Wyszyński, dem Primas von Polen. In der Basilika befindet sich auch unter anderem das Grab des Primas Wyszyński, und in ihrer Krypta die Gräber masowischer Fürsten, Warschauer Erzbischöfe, des letzten Königs von Polen - Stanisław August Poniatowski, des Stadtpräsidenten von Warschau Gabriel Narutowicz, des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Henryk Sienkiewicz sowie des Musikers und Staatsmannes Ignacy Jan Paderewski.
Die Johanneskathedrale ist eine dreischiffige Hallenkirche. Alle drei Kirchenschiffe haben die gleiche Höhe. Das Innere der Kirche ist eher schmucklos. Trotzdem beherbergt sie einige Kunstschätze. Zu ihnen gehört das aus dem 16. Jahrhundert stammende spätgotische Baryczkowski-Kruzifix, das der Warschauer Ratsherr Jerzy Baryczka aus Nürnberg mitgebracht haben soll. Es steht in der Kapelle des wundertätigen Jesus (Baryczków-Kapelle). Seit einigen Jahren ist die Kirche ein bedeutendes internationales Zentrum für die Förderung sakraler Musik und in der Sommersaison finden in der Kathedrale Orgelkonzerte statt.

Sigismundsäule (Kolumna króla Zygmunta III Wazy)

Dieses älteste und höchste weltliche Denkmal in Warschau am Schlossplatz ließ König Władysław IV. im Jahre 1644 zu Ehren seines Vaters, Zygmunt III. Waza errichten. Zygmunt III verlegte die Hauptstadt von Krakau nach Warschau. Das Denkmal ist 22 m hoch und die Figur des Königs misst 275 cm. Der Säbel in seiner rechten Hand symbolisiert seine Tapferkeit und das Kreuz in seiner linken Hand seine ständige Bereitschaft zum Kampf gegen das Böse. Die Legende sagt, wenn der König seinen Säbel senkt, dann bedeutet das, dass eine Katastrophe auf die Stadt zukommt. Im 2. Weltkrieg wurde von den Deutschen das Denkmal gestürzt und seine zertrümmerte Säule beim Schloss (auf der Seite der Trasa W-Z) wieder aufgestellt, wo man sie bis heute besichtigen kann. Das Denkmal ist eines der Wahrzeichen der polnischen Hauptstadt Warschau.

Kapuzinerkirche mit dem Herz von Jan III Sobieski

Kapuzinerkirche
Jan III Sobieski liess als Dankesgabe für die Siege über die Türken in den Schlachten bei Chocim und Wien 1683 die Kapuzinerkirche oder Kirche der Verklärung Christi errichten. Die Kirche entstand in den Jahren 1683ß1692 nach einem Entwurf der berühmten Architekten Tylman von Gameren und Augustyn Locci. Sie ist der römischen Kapuyinerkirche nachempfunden und ihre fassade ziert das Wappen der Familie Sobieski Janina. In der Kirche befinden sich zwei königliche Sarkophage einer mit dem Herzen von Jan III Sobieski und einer mit den Eingeweiden von August II dem Starken. Im Kellergewölbe der Kirche ruhen viele Vertreter der polnischen Aristokratie und Intelligenz, darunter der hervorragende maler Bernardo Bellotto, gennant Canaletto, der Hofmaler von König Stanislaw August Poniatowski. In der Krypta steht eine mechanische Weihnachtskrippe mit mehreren hunterten Figuren, eine traditionelle Attraktion Warschaus zur Weihnachtszeit.




Kapuzinerkloster
 

czwartek, 28 sierpnia 2014

Barde des Bataillons Parasol

Józef Szczepański (1922 - 1944 in Warschau) war ein polnischer Dichter und Mitglied der Armia Krajowa. Während des Warschauer Aufstandes war er im Alter von nur 21 Jahren Befehlshaber des Bataillons „Parasol“ und dort unter dem Tarnnamen Ziutek bekannt. Er war außerdem ein namhafter Dichter über die Besatzungszeit. Aus vielen seiner Werke wurden später Lieder; das wohl berühmteste ist „Pałacyk Michla“.Szczepański verbrachte seine Kindheit an verschiedenen Orten. Etwa in der Mitte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts zog er mit seiner Familie nach Warschau. Dort wieder angekommen nahm Józef Szczepański seine Ausbildung im Untergrund wieder auf, die er Aufgrund der deutsch-sowjetischen Angriffs 1939 abbrechen musste. Außerdem schloss sich Szczepański dem polnischen Widerstand (siehe auch: Szare Szeregi) an, bei diesen wurde er Offiziersanwärter. Szczepański gehörte dem Commando an, das einen Anschlag auf den General der Waffen-SS Wilhelm Koppe ausführte, jedoch fehlschlug. Szczepański war als Soldat im 1. Zug der 1. Kompanie Agat vom Bataillon Parasol. Sein erstes Gedicht Dziś idę walczyć mamo (deutsch: Mutter, heute gehe ich kämpfen) führte Szczepański am 31. Dezember 1943 in einem Haus an der Świętojańska-Straße in Warschau öffentlich vor. Kurz darauf wurde er zum Barde des Bataillons Parasol erklärt. Im Laufe des Warschauer Aufstandes war er Gruppenführer des Bataillons Parasol, das hauptsächlich aus Jugendlichen Pfadfindern aus den Reihen der Szare Szeregi bestand. Nachdem der Anführer des Bataillons, Adam Borys schwer verwundet wurde, übernahm er den Oberbefehl über die Einheit. Szczepański wurde am 1. September in der Warschauer Altstadt verwundet und von seinen Kameraden in die Warschauer Innenstadt in Sicherheit gebracht. Er erlag seinen schweren Verletzungen am 10. September 1944. Szczepański bekam das Tapferkeitskreuz (2 Mal) sowie den Orden Virtuti Militari (5. Klasse, posthum). Viele Gedichte von Szczepański wurden im besetzten Warschau bekannt, besonders weil er diese als Chroniken der Kämpfe des Bataillons Parasol benutzte. Manche von ihnen wurden auch in Lieder verarbeitet. Trotzdem verschollen viele seiner Werke während der Kämpfe um die Hauptstadt; lediglich 20 sind bis heute überliefert. Seine Poesie, aber besonders sein Gedicht Rote Plage war einer der Dinge, die den polnischen oskarpreisgekrönten Regisseur Andrzej Wajda dazu bewogen, den Film Kanał (1957) zu drehen. Das Gedicht, das die gescheiterten Hoffnungen der Warschauer Aufständischen auf die Unterstützung durch die Rote Armee thematisierte, wurde aufgrund seines antisowjetischen Tenors in der Volksrepublik Polen verboten. Während des Stalinismus wurde der Besitz des Gedichts mit Haftstrafen strafrechtlich verfolgt. Józef Szczepański zählt zu der Generation polnischer Künstler, deren Leben durch den dramatischen Einschnitt des Zweiten Weltkrieges geprägt wurde.